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Startseite > Depression

{{Infobox ICD
| 01-CODE = F06.3
| 01-BEZEICHNUNG = Organische en
| 02-CODE = F20.4
| 02-BEZEICHNUNG = Depression
| 03-CODE = F25.?
| 03-BEZEICHNUNG = en
| 04-CODE = F31.?
| 04-BEZEICHNUNG =
| 05-CODE = F32.?
| 05-BEZEICHNUNG = Depressive Episode
| 06-CODE = F33.?
| 06-BEZEICHNUNG = Rezidivierende depressive Störung
| 07-CODE = F34.-
| 07-BEZEICHNUNG = Anhaltende affektive Störungen
| 08-CODE = F41.2
| 08-BEZEICHNUNG = und depressive Störung, gemischt
| 09-CODE = F53.0
| 09-BEZEICHNUNG = , anderenorts nicht klassifiziert
| 10-CODE = F92.0
| 10-BEZEICHNUNG = mit depressiver Störung
}}

 von 2012, pro Million Menschen

]]
Die '''Depression''' (lateinisch ''depressio'' von ?niederdrücken?) ist eine bzw. und wird von der den zugeordnet. Typische Symptome einer Depression sind gedrückte , häufiges , das Gefühl von und ein . Häufig gehen und empfinden, , , und das am Leben verloren. und sind dadurch oft beeinträchtigt. , vor allem auf biologischer Ebene, sind bislang wenig verstanden. und gehören zum standardmäßigen medizinischen Behandlungsangebot.

Die ernste, oft folgenreiche Erkrankung entzieht sich der Beeinflussung durch oder des Betroffenen und ist durch unverhältnismäßige Dauer und Schwere zu unterscheiden von wie auch von der , also einer vorübergehend niedergeschlagenen, en, . Die Depression stellt eine wesentliche Ursache für oder dar und ist der Auslöser für rund die Hälfte der jährlichen en in Deutschland.

Verbreitung

In einer internationalen Vergleichsstudie von 2011 wurde die Häufigkeit von Depressionen in Ländern mit hohem Einkommen verglichen mit der in Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen. Die . PMID 21791035, (Review).</ref>

Eine . PMID 17176381 (Review).</ref>

Die Krankheitslast durch Depressionen, etwa in Form von Arbeitsunfähigkeiten, stationären Behandlungen und Frühverrentungen, ist in Deutschland in den letzten Jahren stark angestiegen.

  1. Gedrückte, : Die Depression ist charakterisiert durch Stimmungseinengung oder bei einer schweren Depression (englisch ''major unipolar depression'') das ?Gefühl der Gefühllosigkeit? bzw. das Gefühl anhaltender innerer Leere.
  2. Interessensverlust und : Verlust der Fähigkeit zu Freude oder Trauer; Verlust der affektiven Resonanz, das heißt, die Stimmung des Patienten ist durch Zuspruch nicht aufzuhellen
  3. : ''Psychiatrie.'' 2012, ISBN 978-3-662-22357-4, S. 238?239, .</ref>
Die Zusatzsymptome sind:
  1. verminderte und Aufmerksamkeit
  2. vermindertes gefühl und Selbstvertrauen ()
  3. e und Gefühle von
  4. psychomotorische Hemmung oder
  5. Suizidgedanken oder -handlungen: Schwer Betroffene empfinden oft eine völlige . Häufig führt dieser qualvolle Zustand zu latenter oder akuter .
  6. störungen
  7. verminderter Appetit

Mögliche weitere Symptome

Ferner kann zusätzlich noch ein vorliegen:
  • mangelnde Fähigkeit, emotional auf die Umwelt zu reagieren
  • Interessen- o. Freudeverlust
  • frühmorgendliches Erwachen: Der Schlaf ist gestört in Form von vorzeitigem Erwachen, mindestens zwei Stunden vor der gewohnten Zeit. Diese Schlafstörungen sind Ausdruck eines gestörten 24-Stunden-Rhythmus. Die Störung des Rhythmus ist ebenfalls ein charakteristisches Symptom.
  • Morgentief: Häufig geht es dem Kranken vormittags besonders schlecht. Bei einer seltenen Krankheitsvariante verhält es sich umgekehrt: Es tritt ein sogenanntes ?Abendtief? auf, das heißt, die Symptome verstärken sich gegen Abend und das Einschlafen ist erschwert oder erst gegen Morgen möglich.
  • psychomotorische Hemmung oder : Die Hemmung von Bewegung und Initiative geht häufig mit innerer Unruhe einher, die körperlich als ein Leidgefühl wahrgenommen wird und sehr quälend sein kann (stumme Exzitation, ''lautlose Panik'').
  • deutliche losigkeit,
  • Gewichtsabnahme
  • auch kann sich das sexuelle Interesse vermindern oder erlöschen (verlust).

Depressive Erkrankungen gehen gelegentlich mit körperlichen Symptomen einher, sogenannten ''Vitalstörungen'', Auf: ''swr.de''.</ref>

Wie eine Übersichtsarbeit von 2019 hervorhebt, können zu den Beeinträchtigungen bei Depressionen zusätzlich zu affektiven Merkmalen auch kognitive Merkmale betroffen sein wie Kontrollvorgänge (), Lernen, Gedächtnis, Verarbeitungsgeschwindigkeit und Aufmerksamkeit. Der bei der Auseinandersetzung mit Depressionen liege jedoch in der Regel auf affektiven Merkmalen, obwohl insbesondere Aufmerksamkeitsstörungen sich sehr negativ auf das Funktionieren im Alltag auswirke. Im Gegensatz zu anderen Symptomen der Depression verbessere sich die Aufmerksamkeit bei den meisten Patienten durch aktuelle Behandlungsformen, insbesondere SSRIs, nicht. Medikamente, die hingegen auf abzielen (z. B. Dopamin, Noradrenalin), können einer verbesserten Aufmerksamkeitsspanne zugutekommen.

Schweregrad

Der Schweregrad wird nach ICD-10 gemäß der Anzahl der Symptome eingeteilt:

  • ''leichte Depression:'' zwei Hauptsymptome und zwei Zusatzsymptome
  • ''mittelschwere Depression:'' zwei Hauptsymptome und drei bis vier Zusatzsymptome
  • ''schwere Depression:'' drei Hauptsymptome und fünf oder mehr Zusatzsymptome

Geschlechtsunterschiede

Die Symptomatik einer Depression kann sich je nach Geschlecht auf unterschiedliche Weise ausprägen. Bei den Kernsymptomen sind die Unterschiede gering. Während bei Frauen eher Phänomene wie Mutlosigkeit und Grübeln verstärkt zu beobachten sind, gibt es bei Männern deutliche Hinweise darauf, dass eine Depression sich auch in einer Tendenz zu aggressivem Verhalten niederschlagen kann. In einer Studie von 2014 wurden die unterschiedlichen Ausprägungen bei Frauen und Männern mit Unterschieden bei den biologischen Systemen der . PMID 24726661, (Review).</ref>

Bei Kindern und Jugendlichen

Das Erkennen von Depressionssymptomen bei Vorschulkindern ist inzwischen relativ gut erforscht, erfordert jedoch die Beachtung einiger Besonderheiten. Entsprechendes gilt für Schulkinder und Jugendliche. Die Symptome sind bei Kindern und Jugendlichen oft nur schwer zu erkennen, da sie von alterstypischen Verhaltensweisen überlagert werden. Dies erschwert die Diagnostik.

Für Kinder und Jugendliche gelten die gleichen Diagnoseschlüssel wie für Erwachsene. Allerdings können bei Kindern eine ausgesprochene Verleugnungstendenz und große Schamgefühle vorliegen. In einem solchen Fall kann Verhaltensbeobachtung und die Befragung der Eltern hilfreich sein. Auch die familiäre Belastung in Hinblick auf depressive Störungen sowie anderen Störungen sollte in den Blick genommen werden. Im Zusammenhang mit Depression wird oft eine des Familiensystems nach Beziehungs- und Bindungsstörungen sowie frühkindlichen en oder auch seelischen, körperlichen und sexuellen erstellt.

Zu den weiteren diagnostischen Schritten kann auch eine Befragung der Schule oder des Kindergartens hinsichtlich der Befindlichkeit des Kindes oder Jugendlichen zählen. Häufig wird auch eine orientierende durchgeführt, welche eine eventuelle Über- oder Unterforderung aufdecken soll. Spezifische für Depression im Kindes- und Jugendalter sind das (DIKJ) und der Depressions-Test für Kinder (DTK).

Diagnose

{{Infobox ICD
| 01-CODE = F32.0
| 01-BEZEICHNUNG = Leichte depressive Episode (Der Patient fühlt sich krank und sucht ärztliche Hilfe, kann aber trotz Leistungseinbußen seinen beruflichen und privaten Pflichten noch gerecht werden, sofern es sich um Routine handelt.)
| 02-CODE = F32.1
| 02-BEZEICHNUNG = Mittelgradige depressive Episode (Berufliche oder häusliche Anforderungen können nicht mehr oder ? bei Tagesschwankungen ? nur noch zeitweilig bewältigt werden).
| 03-CODE = F32.2
| 03-BEZEICHNUNG = Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (Der Patient bedarf ständiger Betreuung. Eine Klinik-Behandlung wird notwendig, wenn das nicht gewährleistet ist).
| 04-CODE = F32.3
| 04-BEZEICHNUNG = Schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen (Wie F.32.2, verbunden mit Wahngedanken, z. B. absurden Schuldgefühlen, Krankheitsbefürchtungen, Verarmungswahn u. a.).
| 05-CODE = F32.8
| 05-BEZEICHNUNG = Sonstige depressive Episoden
| 06-CODE = F32.9
| 06-BEZEICHNUNG = Depressive Episode, nicht näher bezeichnet
}}

Da die Depression eine sehr häufige Störung ist, sollte sie bereits vom erkannt werden, was aber nur in etwa der Hälfte aller Fälle gelingt. Manchmal wird die Diagnose erst von einem , von einem Arzt für psychosomatische Medizin und Psychotherapie oder von einem gestellt. Wegen der besonderen Schwierigkeiten der Diagnostik und Behandlung von Depressionen im Kindesalter sollten Kinder und Jugendliche mit einem Verdacht auf eine Depression grundsätzlich von einem oder von einem en untersucht werden.

Verbreitete Verfahren zur Einschätzung des Schweregrades einer depressiven Episode sind die (HAMD), ein Fremdbeurteilungsverfahren, das (BDI), ein Selbstbeurteilungsverfahren, und das (IDS), welches in einer Fremd- und einer Selbstbeurteilungsversion vorliegt.

Mitunter wird eine Depression von einer anderen Erkrankung überdeckt und nicht erkannt.
  • im Gemeinschaftsprojekt ''Psychlinker'' des und der
  • Informationsportal ''Neurologen und Psychiater im Netz'', herausgegeben von mehreren deutschen und schweizerischen Berufsverbänden und Fachgesellschaften.
  • Weiterführende Informationen in der Rubrik ''Wissen'' auf der Website der .
  • , ''IQWiG-Berichte'', Nr. 502, 4. April 2017.
  • Heike Le Ker: In: '''', 17. April 2015.
'''Labordiagnostik'''
  • IMD Labor Berlin ? Diagnostkinformation Nr. 242: Auf: ''imd-berlin.de''; zuletzt abgerufen am 31. März 2021.
  • (Nach einer Mitteilung der Medizinischen Universität Wien; aus der Zeitschrift ''Fortschritte der Neurologie und Psychiatrie.'' Band 82, Nr. 6, Juni 2014, S. 303 ) Auf: ''thieme.de''; zuletzt abgerufen am 31. März 2021.

Einzelnachweise